Sonnenuntergang

Entscheidung

Bedingungslos

Liebe

       
Strahlende Sonne am Endlich Blühendes Lebendiges Aufeinandertreffen
Offenen Himmel über dem Meere Neues Erschaffen Intensiver Gefühle
Nach um Treiben Durch Erkennen, das
Nach Schweres Inneres Bedingungsloses
Endet der Tag Chaos Nachfühlen Einlassen fordert
Nebel ist Heiter Geben  
Unterwegs Endet Und  
Nimmt sich den besten Im Nehmen  
Teil des Himmels Durcheinander Ganz  
Erobert alles schliesslich Und Selbstverständlich  
Regen ergießt sich ins Meer Neues L(i)eben  
Guss weise Gelingt Ohne  
Abschied vom Tag   Stolz  
Nachtschatten      
Genießen nun ihre Freiheit      

 

 

 

 

Léon-Pamphile LE MAY (1837-1918)

(Recueil : Les goutelettes)

 

freie Übersetzung von Constanze

A la lune

Quand tu luis au-dessus de la forêt mouvante,
On dirait que des feux s'allument tout au fond.
Tu donnes un baiser à l'océan profond,
Et l'océan frémit comme une âme vivante.

Es-tu notre compagne ? Es-tu notre servante ?
Ton éclat nous ravit, ton pouvoir nous confond.
Sous ton voile brillant comme l'or qui se fond,
N'es-tu qu'un astre mort où règne l'épouvante ?

Donne au toit sans lumière un rayon de pitié,
Au rêve du poète, une aile audacieuse,
Et sur les nids d'amour plane silencieuse.

Tu n'offres à nos yeux souvent qu'une moitié...
De même faisons-nous, blonde lune que j'aime ;
Cachons-nous des défauts par ce vieux stratagème.

 

An die Mondenfrau

Wie sehr du strahlst hoch über den wallenden Baumwipfeln
es scheint, als erwache ein Feuer am Ende des Himmels
Du neigst dich herab zum Kuss in die unendlichen Tiefen des Ozeans
und das Meer erbebt unter dir wie eine lebendige Seele. 

Bist du Freundin oder Dienerin?
Dein Glanz betört, deine Macht überwältigt
mit ihrem strahlenden Schleier aus geschmolzenem Gold. 

Bist du nur ein verstorbener Stern oder eine schreckliche Herrscherin?
Du spendest dem dunklen Weltendach einen Strahl des Erbarmens
dem Traum des Poeten seine kühnen Schwingen
und über die Nester der Liebenden streust du schweigendes Entschweben.

Du offenbarst unseren Augen oft nur die Hälfte…
so wie wir selbst, oh, geliebte goldne Mondenfrau,
uns durch diese List vor unserer eigenen Unzulänglichkeit verstecken.